Unsere Vermittlungs­bedingungen

Wir haben uns für die Gründung einer Notstation entschieden, um Kaninchen und Meerschweinchen aus ungeeigneten Lebensbedingungen zu befreien und sie dann in verantwortungsvolle Hände zu vermitteln. Um Ihnen nahe zu bringen, was das für Sie als potenzieller Besitzer bedeutet, finden Sie hier einige Bedingungen, die wir voraussetzen, ehe wir unsere Tiere vermitteln.

Eine der wichtigsten Informationsquellen, die wir Ihnen gerne ans Herz legen möchten, sind folgende: www.kaninchenwiese.de und www.meerschweinchenwiese.de. Hier finden Sie neben Haltungsbedingungen, Fütterung und Kräuterlisten auch wichtige Informationen zu diversen Krankheiten.

Zusätzlich könnt ihr euch gerne unsere neuen Flyer herunterladen und nach belieben auch ausdrucken und verbreiten:

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Die artgerechte Haltung

Kein Käfig, Gehege oder Raum ist vergleichbar mit dem Lebensraum in der Natur. Viele Kaninchen und Meerschweinchen, aber auch andere Heimtiere, können jedoch nicht lange in Freiheit überleben. Daher liegt es beim Menschen, den Tieren ein angenehmes, der Art entsprechendes Leben zu ermöglichen.

Aus diesem Grund legen wir besonderen Wert auf das Gehege. Kaninchen geben wir ausschließlich in abwechslungsreiche Lebensräume, wo pro Tier mit mindestens drei Quadratmetern gerechnet wird. Bei Meerschweinchen minimum 1,5 Quadratmeter, lieber aber mehr. Des Weiteren bevorzugen wir die ganzjährige Außenhaltung, da die Umwelteinflüsse Abwechslung im Alltag bieten. Ein großzügiges Innengehege oder ein eigenes Tierzimmer ist aber auch möglich. Wichtig ist, dass das Gehege von allen Seiten mit Volierendraht (nicht Kaninchendraht) gegen Fressfeinde geschützt ist.

Bei Kaninchen und Meerschweinchen handelt es sich um sehr sozial lebende Tiere, weshalb wir sie nur zu Artgenossen vermitteln. Meerschweinchen können ebenfalls problemlos ganzjährig draußen leben, unter der Voraussetzung, dass sie immer mindestens zu viert zusammenleben und eine geeignete Schutzhütte zur Verfügung haben.

Bei der Einrichtung können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen: Spannende Verstecke, Höhlen, Tunnel, Holzhäuschen und Buddelkisten sind dabei sehr willkommen. Eine freie Fläche ist neben liebevollen Einrichtungsgegenständen aber genauso wichtig, damit die Tiere auch mal richtig Gas geben können.

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Wer trägt die Verantwortung?

Häufig betteln die Kinder, dass sie gerne ein Haustier haben möchten. Allerdings verlieren Kinder manchmal auch schnell das Interesse am Tier, da besonders Kaninchen und Meerschweinchen reine Beobachtungstiere und daher nicht zum Kuscheln geeignet sind. Aus diesem Grund gehen unsere Schützlinge auch nur in Familien mit Kindern, wo die Eltern nicht nur die Verantwortung für die Tiere tragen, sondern sich auch wirklich selber so ein Tier wünschen. Zudem möchten wir vorher erfahren, wie die Kinder mit den Tieren umgehen.

Weiterhin sollte jedem klar sein, dass Tiere kein Geschenk darstellen sollten. Entscheidet sich eine Familie für ein Haustier, ist es wichtig, sich vorher über die Haltungsbedingungen und Ansprüche des jeweiligen Tieres zu informieren und sich dann gemeinsam als Familie ein Tier ansehen und zu adoptieren. Der Prozess, dass alle Beteiligten, also auch die Kinder, mit in den Kauf einbezogen werden, führt häufig zu einer engeren Bindung zu dem Tier.

Auch wenn die Kinder den Umgang und die Versorgung der Tiere erlernen sollen, ist es wichtig, dass sich hauptsächlich die Eltern darum kümmern, dass dies auch artgerecht und ohne das Tier zum Streicheln oder Hochheben zu zwingen, erfolgt.

Blättriges für Pflanzenfresser

Neben dem abwechlungsreichen Lebensraum spielt die Ernährung im Leben der kleinen Nager eine sehr wichtige Rolle. Mit der Verdauung ist nicht zu spaßen, denn der Magen ist sehr empfindlich. Einer der häufigsten Fehler in der Haltung ist eine falsche Ernährung, die nicht selten zu diversen Krankheiten oder letztendlich zum Tod führen kann.

Bevor Sie sich ein Kleintier anschaffen, verinnerlichen Sie bitte, dass Sie von Frühling bis Herbst mindestens zweimal in der Woche frische Wiese und Zweige besorgen sollten. Je nach Anzahl der Tiere ist die Wiese schnell verputzt. Da kommen oft auch mehr als zwei Tage die Woche zusammen, an denen Sie los ziehen sollten. Wichtig dabei ist, dass Sie sich über die verschiedenen Kräuter und Gräser, Äste und Blumen informieren, bevor Sie etwas davon pflücken.

Vergessen Sie getrost das handelsübliche Trockenfutter, auch Pellets genannt, aus dem Zoofachhandel. Langsam verstehen auch manche Hersteller, dass dieses "Futter" völlig ungeeignet ist und greifen zu einer natürlicheren Zusammensetzung. Trotzdem steht in den Regalen noch immer 98% ungeeignetes Trockenfutter, welches Sie an dem Getreide, Zucker und bunten Pellets erkennen können. Folgen sind häufig Zahnprobleme, da das harte Futter unnatürliche Kaubewegungen hervorruft und natürlich Verdauungsprobleme.

Im Winter, greifen Sie am besten zu vielfältigen Salatmischungen, frischen Kräutern aus dem Supermarkt, Kohlgewächsen und Grünzeug, wie Möhrengrün. Das kostet Sie in der Woche gut und gerne 20 bis 50 Euro, je nachdem, wie viele Tiere Sie versorgen.

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